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Not her



„Uuuund? Wiealtbischtdu?“, versuchte die Blonde zu hauchen, während sie neben Tom die schmale Straße entlang torkelte.
„18“, log jener und verfestigte den Griff um ihre Taille, damit sie nicht vom Fußweg abkam und womöglich noch von einem vorbeifahrenden Auto zerquetscht wurde.
Das Mädchen neben ihm brach in schallendes Gelächter aus und kippte tatsächlich leicht zur Seite, auf die Straße. Genervt zog Tom sie zurück. Natürlich hatte er Lust sie zu nageln, er war geil auf sie, aber wenn sie so übertrieben kicherte und lallte, würde er sie am liebsten im nächsten Gebüsch zur Seite schubsen und alleine nach Hause gehen.
Allerdings hatte er es dafür schon zu weit geschafft, sie waren nur noch ein kleines Stück von seinem Haus entfernt. Nur wenn sie beim Sex auch so drauf war, dann würde er sie, auch ohne befriedigt worden zu sein, wirklich wieder vor die Tür setzen. Das hielt man doch im Kopf nicht aus.
„Bäääh, ischbinschoonneunschehn!“, krakelte sie und streckte ihm mit halb geschlossenen Augen die Zunge raus.
„Toll.“, kommentierte Tom ironisch und zog sie mehr mit sich, als dass er sie laufen ließ.

Bei sich zu Hause angekommen, deutete er Lisa an, dass sie leise sein sollte, da im Wohnzimmer noch Licht brannte. Entweder war Bill auch bereits zu Hause und schaute noch ein wenig fern oder seine Mutter war noch auf den Beinen. Er hoffte inständig, dass es sich um erste besagte Variante handelte. Nicht selten hielt Simone ihm eine Standpauke was das Abschleppen von unschuldigen kleinen Mädchen betraf, meist sogar in Gegenwart der Betroffenen, sodass es doch immer recht peinlich wurde.

Doch weder Bill noch seine Mutter, wer auch immer da so laut fernsah, bemerkte die beiden, obwohl Lisa immer wieder lauthals am Kichern war und Tom ihr mit einem ziemlich kräftigen Schlag auf den Hintern klar machte, dass sie still bleiben sollte, was sie jedoch nur noch mehr zum Lachen brachte. Als sie ohne Vorfälle schließlich oben in Toms Zimmer angekommen waren, fiel eben dieser direkt über Lisa her. Ohne großes Vorspiel riss er ihr die Klamotten vom Leib. Sie war erst völlig überrumpelt, als er sie aufs Bett zuschob und sie immer schneller von ihren Klamotten befreite. Erst als sie nur noch in Unterwäsche bereits unter ihm lag, zog sie ihm nach und nach T-Shirt und Hose vom Leib. Der Rest folgte, ebenso, wie ihre Unterwäsche.

Tom wollte nicht mehr nachdenken, es nervte ihn, dass schon wieder nicht diejenige unter ihm lag, die er wollte. Immer wenn er die Augen schloss, schlich sich Natalie vor seine Augen, wie sie unter ihm lag und so hingebungsvoll und leise stöhnte, während er sich in ihr bewegte. Doch das Bild verschwand augenblicklich wieder, sobald er die Augen öffnete. Nicht Natalie, sondern Lisa war es, die ihm stöhnend ihr Becken entgegen drückte. Sie grinste erregt und zog ihn in einen Kuss, als er sie so enttäuscht musterte. Es lag keinesfalls an ihr, jedenfalls nicht an dem, was sie machte, aber diese Sehnsucht nach diesem anderen Menschen, zumindest nach diesem gemeinsamen Vergnügen war einfach zu groß, als dass ihm die Blonde, die unter ihm lag und sich auch unglaublich anstrengte, um ihn zu verwöhnen, das geben konnte, was er so sehr wollte.

Er wurde aggressiv bei diesen Gedanken und stieß immer stärker zu. Lisa kreischte lauter und krallte sich schmerzhaft in seinen Schultern fest, während er noch schneller wurde. Wieder tauchte Natalies Bild vor ihm auf. In seiner Fantasie rekelte sie sich unter ihm, ihre blonden Haare umrahmten ihr schmales Gesicht und einzelne Strähnen lagen auf ihren Brüsten, die Tom so prall entgegen gestreckt wurden.
Bei dieser Vorstellung kam er schließlich zum Höhepunkt und ließ sich geschafft auf Lisa fallen – nicht auf Natalie.

Nachdem Lisa sich zufrieden lächelnd wieder angezogen hatte und gegangen war, da es auch für sie nicht mehr als guter Sex gewesen war und man das lediglich nochmal wiederholen könnte, lag Tom noch lange wach.
Er kam mit sich selber nicht mehr richtig zurecht. Es machte ihn wahrhaftig fertig, dass er nicht das Mädchen bekam, welches er wollte. Das versetzte seinem Ego einen gewaltigen Tiefschlag, schließlich bekam er jede. Und wenn er sich überlegte, mit wem Natalie schon alles im Bett war, zog ihn das nur noch weiter runter. Er erinnerte sich nur zu ungern an den Typen von Andis Abschiedsparty, mit dem sie später verschwunden war. Das war ein völliger Fehlgriff mit Seitenscheitel und Hemd gewesen. Tom sah doch wohl weitaus besser aus.

Gereizt wälzte sich der Schmächtige im Bett, vergrub seinen Kopf im Kissen, um endlich einzuschlafen, doch die Gedanken wollten ihn einfach nicht zur Ruhe kommen lassen.
Abrupt warf er die Bettdecke zur Seite, stand auf und setzte sich an seinen PC, er brauchte Ablenkung.
Als er sich in seinem Chatprogramm einloggte, fiel ihm erst auf, wie spät es war. Kaum ein Mensch war noch online, lediglich ein paar Leute, mit denen er kaum etwas zu tun hatte.
Tom rief seine Mails ab, doch das einzige, was er geschickt bekommen hatte, war Werbung. Er seufzte und wollte den Computer gerade wieder herunterfahren, als Natalies Name im Onlinebereich aufblinkte. Ein kleines Grinsen schlich sich auf sein Gesicht und sein Herz schlug fast unmerklich etwas schneller, als er sie anschrieb.

T.o.m. (04:24 AM) :
naaaa, noch wach?

Es dauerte etwas bis sie ihm antwortete.

Natalie (04:28 AM) :
sieht so aus, ne..

T.o.m. (04:29 AM) :
warst du noch weg?

Natalie (04:30 AM) :
jep.

Kam die knappe Antwort und Tom merkte langsam, dass sie irgendwie nicht gut auf ihn zu sprechen war.

T.o.m. (04:30 AM) :
hmm, und wo?

Natalie (04:31 AM) :
da, wo du auch warst.

T.o.m. (04:32 AM) :
cool, hab dich gar nicht gesehen, hättest ja mal hallo sagen können

Natalie (04:32 AM) :
nö, wollte ja nicht stören

Langsam aber sicher, wurde Tom bewusst, worauf sie hinaus wollte und weshalb sie möglicherweise so abweisend war. Doch aus irgendeinem Grund beruhigte ihn das.

T.o.m. (04:33 AM) :
eifersüchtig? :P

Natalie (04:34 AM) :
haha... auf so ein billiges flittchen sicher nicht!

T.o.m. (04:35 AM) :
oh oh...sie könnte mitlesen...

Natürlich war das gelogen, das „billige Flittchen“ war ja schon längst wieder weg, aber Tom konnte es einfach nicht lassen.

Natalie (04:35 AM) :
schön für sie. texte mich nicht voll tom, mach einfach das, was du für richtig hältst.
bin weg, tschüss


T.o.m. (04:35 AM) :
werd ich machen, das „flittchen“ wird sich freuen.
mach’s gut


Doch als er den letzten Teil sendete, war Natalie schon längst nicht mehr online. Noch schlechter gelaunt als zuvor fuhr er den Computer runter und warf sich erneut ins Bett. Natalie war gar nicht auf sein Gesagtes angesprungen, sie schien wirklich nicht eifersüchtig zu sein und das deprimierte ihn. Vermutlich war sie einfach so abgeneigt, weil er immer so aufdringlich ihr gegenüber war. Ihre Reaktion auf die Szene in der Bibliothek war der beste Beweis für ihre Genervtheit. Er nahm sich vor, einfach etwas weniger aufdringlich zu sein, vielleicht war es genau das, was sie davon abhielt, mit ihm zu schlafen. Mit diesen letzten Gedanken zog es ihn dann endlich in die Traumwelt, die diese Nacht nicht ganz so unschuldig ausfallen sollte...